Wie geht Astrologie?

Das Prinzip von 10 x12 x12
Astrologie heißt wörtlich übersetzt Astrón: griech. Stern und Logos: griech. Wort, Kunde, Wissenschaft. Viele Menschen glauben, sie sei die Lehre vom Einfluss der Gestirne auf irdisches Geschehen. Doch unterliegen sie hier, im Gegensatz zum heutigen Verständnis der Astrologen, einem kleinen Irrtum:

Die Planeten bestrahlen, bzw. beeinflussen uns keineswegs direkt, bis auf den Mond, der als Erdtrabant außerordentlich wichtig ist für die Gewährleistung der Erdanziehung, für die Gezeiten, den Haar- und Pflanzenwuchs und das Balzgebaren von Lebewesen.

Vielmehr unterliegt das ganze Sonnensystem, besser gesagt, das gesamte Universum einem immer wiederkehrenden Rhythmus. In diesem werden Sterne geboren und sterben wieder, Planeten und Asteroiden kommen einander nah und entfernen sich, sie kreuzen die Bahnen anderer Himmelskörper, prallen aneinander, explodieren usw. Alles läuft in diesem einen großen Rhythmus. Wie oben so unten. Der Mikrokosmos steht analog zum Makrokosmos. So beschreibt auch die Astrologie den inneren Rhythmus eines Systems, z.B. des Menschen als Spiegelung des großen Rhythmus im großen System, dem Kosmos.

Die Planeten im Sonnensystem werden in der Astrologie analog auf den Menschen übertragen. Sie symbolisieren die Teilpersönlichkeiten in unserer Seele/Psyche. In unserem Sonnensystem gibt es 9 Hauptplaneten: Erde, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto, dann den Mond und den Stern, um den sich alle Planeten drehen, die Sonne.

In der Astrologie werden alle diese Himmelskörper incl. Mond Planeten genannt und von der Erde aus betrachtet und projiziert. Das nennt man „die geozentrische Sicht“, d.h. nach alter mittelalterlicher Manier wandert eben auch die Sonne um die Erde und durch den Sternenkreis, Zodiak: lat.-grch. Tierkreis. Die 10 Planeten reisen in verschiedenen Geschwindigkeiten durch 12 Sternzeichen von Widder bis Fische. Ein Geburtshoroskop ist hinzukommend noch einmal in zwölf Abschnitte, die 12 Häuser, die die Lebensbereiche beschreiben, aufgeteilt. Jeder Planet charakterisiert in unserem Wesen 10 innere Persönlichkeiten, die von Zeichen und Haus gefärbt jeweils auf 12 X 12 verschiedene Arten ausgedrückt werden können.

Um nur zwei Beispiele zu nennen, die Sonne ist der Protagonist für den Wesenskern, die Identifikationsebene des menschlichen Individuums. Das Zeichen, in dem sie am Tag unserer Geburt stand, nennt man das eigene Sternzeichen. Je nachdem, in welchem Zeichen sie steht, ist das Grundbewusstsein der jeweiligen Person vom Archetypus des Zeichens geprägt. Der Mond steht für unsere Seele und unseren Wunsch nach Geborgenheit. Je nachdem, in welchen Zeichen er stand, als man geboren wurde, unterscheiden sich die persönlichen, seelischen Bedürfnisse und Geborgenheitsmuster.

Neben Sonne und Mond ist der Aszendent der wichtigste Faktor im Horoskop. Er ist das Zeichen, welches zur Stunde der Geburt am Osthorizont im Aufstieg war. (ascendere: lat. aufsteigen). Er beschreibt als Einstiegspunkt in den persönlichen Zodiak die Physiognomie, das unmittelbare Verhalten auf neue Erfahrungen und die Motivation, mit der eine Person ins Leben tritt und mit der sie ihrem Wesenskern (Sonne) und ihrer Seele (Mond) Ausdruck verleihen möchte. Durch seine Berechnung entsteht im Horoskop eine Kreisaufteilung in 6 Achsen und 12 “Häuser”. Sie beschreiben die realen Lebensebenen der Person (z.B. Ich, mein Territorium, die Wurzeln der Herkunft, meine Kreativität, Du und ich, mein Beruf, die Berufung, ich und die Gesellschaft etc.). Auf diesen Ebenen werden die 12 Charakteristika der 10 Planeten ausgelebt und in Beziehung gebracht. Somit hat die moderne Astrologie das Potential, eine sozialpsychologische Aussage über einen Menschen, eine Firma, eine Stadt (s. Berlin – Artikel v. Markus Jehle in der „taz“), einen Staat oder ein Ereignis zu machen. Diese baut sich aus 10 x 12 x 12 verschiedenen Charakterisierungsfacetten auf. Das ermöglicht sehr vielschichtige Deutungen. Und es entwickeln sich außerdem, aufbauend auf der These der rhythmischen Auslösungen, die Prognosemöglichkeiten, für die die Astrologie schon seit jeher berühmt war.

Berliner Astrosalon und L' Astro Lounge di Berlino

Das Podium im Prenzlauer Berg für alle, die einfühlsame, kompetente Beratung oder neue Wege der Astrologie suchen.


Ich möchte anregen zu interessanten (Selbst-) Erfahrungen, die zeigen, wie Sie die Astrologie für sich nutzen können und wie lebendig das Horoskop in jedem von uns ist.


Menschen, die die psychologische Astrologie lernen und erleben wollen oder denen es um Sinngebung im Leben und um Spaß miteinander geht, sind im AstroSalon Stargarden in bester Gesellschaft.


Menschen, die leidenschaftlich tanzen und sich für spirituelle Themen interessieren, möchte ich mein Tanztraining Stelladanza ans Herz legen.

 
 

Das Medium Astrologie

Medium: lat: Mitte; das Mittelglied, der Mittler, das vermittelnde Element, Träger physikalischer oder chemischer Vorgänge.


Astrologie ist ein Medium. Sie ersetzt und erklärt uns mittels des Astrologen die Gesetzmäßigkeiten des Kosmos und dessen zyklische Abläufe, und wie diese sich im persönlichen Selbst wieder spiegeln. Der Astrologe wiederum verwendet die Symbole der Planeten und Sternzeichen als analoges Medium, um sich ein komplexes Bild von den möglichen Auswirkungen der Konstellationen zu machen. Wenn man diesen Begriff ‘Medium’ auf die Astrologie der Gegenwart bezieht, erkennt der Praktizierende, dass man sich in der Welt der neuzeitlichen Astrologie schon lange diverser Medien bedient, um den Klienten und den Interessierten nicht nur auf der Ebene der Thesen und Theorien, sondern in einer erfahrbaren Ebene/ Dimension seinem Selbst gegenüber zu stellen.


Natürlich steht in der astrologischen Beratung das Gespräch an erster Stelle. Doch benutzt der Astrologe häufig schon bei der Deutung Gleichnisse, Bilder oder kleine Püppchen zur Aufstellung, um ein Problem des Klienten deutlicher darzustellen. Und damit nicht genug, die Astrologie, wie ihre Schwester, die Psychologie, verwendet alle möglichen Medien, um tiefer an die Essenz des menschlichen Wesens zu kommen und den Charakter zu erklären. Besonders seitdem der Mensch begonnen hat, sich individuell zu erforschen, haben die Medien sich verändert und erweitert. Da gibt es Astrodrama, Astromedizin, astrologische Schreibwerkstätten, Tanz und Astrologie, Astrologische Meditationen, um nur einige zu nennen.


Bei der Astro-Meditation wird das Medium des langsam gesprochenen Wortes und ggf. der musikalischen Begleitung verwendet, um dem Klienten die innere Bilderwelt seines Zeichen/Planetencharakters zu eröffnen, die in der Stille genossen und von der Seele auf diese Weise leichter begriffen und bearbeitet werden kann.


Das Astrodrama bedient sich vieler Medien und arbeitet zumeist in Gruppen, weil da ein jeder Medium für den Nächsten sein kann. Man kann zu den Planeten oder Konstellationen z.B. Bilder malen oder Collagen bauen. Man kann seine inneren Bilder auf Medien wie Keramik, Holz, Ton usw. bannen, die für das Individuum unmissverständlich das zeigen, was in ihm gerade im Prozess ist und welcher Anteil in ihm Protagonist oder Antagonist ist. Das darstellende Spiel mit oder ohne Worte und Musik ist eine weitere Facette des Astrodramas. Stellvertreter der Planeten spielen dem Horoskopeigner vor, was in ihm gut oder nicht gut läuft und entwickeln oft schon die Lösung des Problems im Spiel.


Die astrologische Schreibwerkstatt ist ein Medium, welches mit den Medien Geist und Schrift arbeitet. Wie oft trägt man interessante oder schöne Gedanken in sich und traut sich nicht, sie aufs Papier zu setzen. Beim astrologischen Schreiben lernt der Teilnehmer anhand seiner Merkur-Stellung in Verbindung mit den anderen Planeten, wo seine Wortstärke liegt. Er kann sich darin finden und mit dem Astrologen zusammen darüber reflektieren, korrigieren und den individuellen Schreibstil für sich etablieren.


Astrologie lässt sich mit Medien und Bewegung verbinden. Meiner Meinung nach ist sie sogar besser verständlich, leichter in die Persönlichkeit integrierbar und zeitgemäßer, wenn sie sich der Medien bedient.


Nur in den üblichen Medien ist sie, mal abgesehen vom Spaß, den man hat, wenn man sich gegenseitig die Zeitungshoroskope der Woche vorliest, nichts sagend. Die Horoskope in den Tageszeitungen oder den Magazinen sind eigentlich nicht den Pfennig wert, den man für deren Schreiber investiert. Zum einen bezweifle ich, dass sich die Zeitungen wirklich den Luxus erlauben, sich einen echten Astrologen ins Boot zu holen, der genau schaut, an welchem Tag der Mond oder die anderen schnellen Planeten günstig zum jeweiligen Sternzeichen stehen. Zum anderen ist Astrologie eben nur sehr individuell zu deuten und daher nicht in gleicher Form für alle einsetzbar, wie es einem die Medien glauben lassen. Daher gilt bei Zeitungshoroskopen: lesen, schmunzeln und nicht ernst nehmen.


Und wenn in Ihnen wirklich mal eine wichtige Frage aufkommt, dann doch lieber zum echten Astrologen als Live Medium gehen.